SALON

Bei Ballonen denken die meisten an Kindergeburtstage. Im Ballonsalon Peng! wird der Ballon zum Gestaltungsmittel. «Ballons sind Konversationsstarter. Man kann nicht nicht hinschauen.» – Marianne Tobler

Die Geschichte

Alles beginnt an einer Viehschau in Hundwil, Appenzell Ausserrhoden. Dort bekommt Marianne Tobler als Kind ihren ersten Heliumballon – und kommt davon nicht mehr los. Sie sammelt leere Folienballone aus aller Welt, später steht bei ihr zu Hause immer eine Flasche Helium.

Für ein Theaterfestival der Compagnie Buffpapier baut sie eine Balloninstallation, die fünf Tage lang fliegt. Sie sieht, was die schwebenden Kugeln mit den Menschen machen – und beschliesst, daraus mehr zu machen.

Im April 2021 eröffnet sie mit ihrer Freundin Dina Schüpbach den Ballonsalon Peng! an der Schanzenstrasse 4 in Basel. Geplant sind drei Monate. Der Laden kommt so gut an, dass Marianne danach allein weitermacht. Seit Juli 2025 ist der Salon in der Genossenschaft Grenze zu Hause – einem alten Fabrikgebäude an der Elsässerstrasse, direkt am Übergang nach Saint-Louis.

Der Name

Salon, weil es kein Laden ist, in dem man etwas Fertiges kauft – sondern ein Ort, an dem man sich Zeit nimmt und mitgestaltet. Peng!, weil Ballone zerbrechlich sind. Und weil wir Humor haben.

Haltung

Ballone sind kurzlebig. Was wir daraus machen, muss es nicht sein. Alte Ballonhüllen landen nicht im Abfall, sondern werden für neue Kunstprojekte verwendet – oder als glänzender Regenschutz für den Velosattel.

Das Atelier

Rollen glänzender Folie, Kisten voller Material, Heliumflaschen. Hier wird geschnitten, geschweisst, gefüllt und ausprobiert. Ein heikles Handwerk: Ein Fehler, und man beginnt von vorne. Besuch nach Vereinbarung.

Marianne Tobler am Arbeitstisch im Ballonsalon Peng!

Marianne Tobler

Ballonkünstlerin, Szenografin und Bewegungspädagogin. Bevor sie den Ballonsalon gründete, arbeitete sie fast zwanzig Jahre hinter und neben der Bühne: als Licht- und Bühnentechnikerin im Sudhaus Warteck pp, seit 2005 für die Compagnie Buffpapier in der Schweiz und in Europa, als Co-Produktionsleiterin beim Jubiläum «50 Jahre Merian Gärten» mit dem Szenografiebüro EMYL und als stellvertretende Betriebsleiterin der Aktienmühle Basel. Dieses Wissen um Raum, Licht, Ablauf und Publikum steckt in jeder Installation.

«Auch Mut macht schön, nicht nur der Haarföhn.»